Landtagswahlfrühstück in der Inselperle

Für Donnerstag, 07. Januar 2010, hatte der BWA- Wirtschaftsclub Cottbus- Lausitz  nach Spremberg zu einem „Politischen Frühstück“  mit den Spitzen- kandidaten der Parteien  zur Landratswahl einge- laden. Torsten Linke, Chef vom Hotel Stadt Sprem- berg stellte dafür seine Räumlichkeiten zur Verfü- gung und sorgte noch in letzter Minute für Bekannt- machung der Veranstaltung auch bei den Sprem- bergern. Selbst der Landrat hatte Schwierigkeiten, diesen wichtigen Termin warzunehmen. Zeitgleich lief eine Pressekonferenz in Forst.
Interessante Themen wurden angesprochen, etwa die Möglichkeiten der Einflußnahme eines Landrates auf die Regionalpolitik im Allgemeinen und auf die Höhe der Kreisumlage im Besonderen, oder auch über die weitere Rolle der Energieerzeugung in der Lausitz. Auch die Nützlichkeit eines Großkonzerns für die betroffene Region wurde diskutiert. Das Ergebnis war allerdings eher wenig befriedigend. und zeigte einmal mehr, das die gegenwärtige Politik nicht in der Lage zu seien scheint, genügend Einfluß auf eine effiziente Ressoursennutzung zu nehmen. Wenn dem tatsächlich so ist, muß dann aber nicht auch die Frage nach Sinn und Unsinn des derzeitigen polit- ischen Handelns in der Region
grundsätzlich neu gestellt werden. Wo ist die politische Kraft, die für eine sinnvolle und langfristige Nutzung aller Möglich- keiten einer Region sorgt, ohne sich dabei heute auf in 40 Jahren eintretende mögliche Szenarien festlegen zu lassen? Wer hätte schließlich vor 40 Jahren die Roller der alternativen Energien heute vorher sagen können?

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Muß die Region aber tatsächlich die weitere Ab- baggerung der Kohle der Lausitz erdulden, und zu- sehen wie moderne Energieerzeugung ungenutzt bleibt, um die Wirtschaftlichkeit (?) der mit unter 50% Wirkungsgrad arbeitenden Großkraftwerke nicht zu gefährden. Sollten wir nicht lieber dafür sorgen, das auch dieser Rohstoff so effizient wie möglich und so lange wie möglich mit Gewinn für Industrie und Bürger der Region verarbeitet werden kann? Die Partei, die das versprechen und garantieren kann, werde ich mit gutem Gewissen wählen ...

Frank Jannack 08.01.2010