Podium der Einwohnerversammlung Braune Spree

LMBV Jahrespressegespräch - "Vieles noch im Fluss"

Am 21. Mai blickte die LMBV Geschäftsführung im Jahrespressegespräch auf das Jahr 2012 zurück. Einer der drei Schwerpunkte der Arbeit ist die braune Spree geworden. Bild 2 zeigt die Folie der geplanten Maßnahmen im Südraum. Dabei fällt allerdings auf, das für die erheblichen Eisenfrachten der großen Spree bisher nur ein Feldversuch geplant ist. Auf die Frage: wie lange der Stausee die Eisenfrachten noch aufnehmen kann, versprach Prof. . Kuyumcu am Rande der Veranstaltung "... so weit werden wir es nicht kommen lassen".
Allerdings ist es bereits sehr weit gekommen. Aus dem Fluss scheint ein einziger Abfallstrom geworden zu sein. Von Abfall, den es zu entsorgen gilt, sprach Herr Kuyumcu auch und meinte natürlich den Eisenschlamm, dem sich nach der Reinigung hoffentlich bald die SO4 Fracht anschließen wird, wenn der Feldversuch gelingt. Als erste greifbare Maßnahme für die Spremberger habe ich gestern von der Wiederinbetriebnahme der Grubenwasserreinigungsanlage des ehemaligen Tagebaus Seese Ost einen Flyer mitgebracht, der über die Ursachen und Gefahrten der braunen Brühe aufklären soll. Wichtigstes Anliegen dieses Flyers scheint es zu sein, darzustellen, wie weit das Problem derzeit noch von Berlin entfernt ist. Bemerkenswert ist allerdings der Schlusssatz: "
Denn nirgends auf der Welt gibt es für die in der Lausitz anzutreffenden Probleme bislang fertige technische Lösungen. "
Sollte dieser Satz nicht groß und breit bei jeder Tagung zur Planung und Genehmigung neuer Tagebaue eingeblendet werden?

Bild 4 ist auch unendlich deprimierend. An der Kochsa in Cantdorf werden derzeit die Erlen gefällt. Es ist Gefahr im Verzuge wurde vor Ort erklärt. Nach dem letzten Hochwasser haben sie sich nicht wieder erholt. Erlen, Bäume, die eigentlich im Sumpfwasser zuhause sind, sterben plötzlich nach Hochwasser?

Spremberginfo.de | F.J. | 22. Mai 2013

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