Am 8. Februar fand in der Aula der BOS die 2. Bürgerversammlung zum Thema Grundwasserwiederanstieg in Trattendorf statt. Nach der ersten Versammlung im Januar 2011 hatte sich die LMBV bereit erklärt, die Ursachen des Anstieges zu untersuchen. Jetzt wurden die Ergebnisse benannt. Der Regen ist schuld, das alte Flussbett und ein wenig auch der Randzufluß aus dem Bereich der neuen Seen. Deshalb erklärte sich die LMBV auch bereit, eine Einzelfallprüfung an den betroffenen Grundstücken durchzuführen und nach Abstimmung bei zukünftigen Maßnahmen eventuell bis zu maximal 25% der Kosten zu übernehmen.
Eine generelle Lösung, die die alten Entwässerungssysteme wieder in Gang bringen könnte, scheint nicht in Sicht. Zu viel ist überbaut und der Wasserstand der Spree ist in Trattendorf inzwischen so hoch, das mit Gräben, wie etwa in Zerre kaum erfolgreich entwässert werden kann.
Prompt kam natürlich die Frage aus dem Publikum: "Warum kann denn das Flussbett nicht ausgebaggert werden...", um danach die Gräben zumindest so weit wie möglich wieder instand zu setzen.
Wirklich untersucht wurde diese Möglichkeit wohl nicht. Aber auch hier liegt doch eine Ursache des Problems. Sulfat- und ...haltiger Schlamm, eine der schlimmen Spätfolgen des Braunkohletagebaus lagert sich doch seit vielen Jahren schon im Spreebett ab. Wenn das mit dazu führt, das Anlieger an der Spree nasse Keller bekommen, ist doch entweder das Land oder eben doch die LMBV wieder mit im Boot und dann sind wir doch mindestens schon bei 50%, oder ? Schließlich kommt diese braune Brühe doch zu 100 % aus dem Verantwortungsgebiet der LMBV.