über die ROBERTA Initiative

Auswertungen der Roberta Initiative lassen mal wieder ein düsteres Bild vom Bildungswesens in den neuen Bundesländern erkennen. Seit 2002 wird in Deutschland versucht, Mädchen und Jungen bereits im Grundschulalter wieder verstärkt für die MINT Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern. Das Fraunhofer Institut hat dafür gemeinsam mit Vertretern aus Bildung und Wirtschaft ein Konzept erarbeitet, das auch im europäischen Ausland bereits genutzt wird. In der Lausitz sieht das Bild der Lehrerqualifizierung, die fester Bestandteil der Initiative sein muss, besonders schlimm aus. Brandenburg und Sachsen hatten bis 2014 jeweils nur einen ausgebildeten ROBERTA Teacher. Trotzdem konnte das Roboterfiber dank engagierte Lehrer in einigen höheren Bildungseinrichtungen Fuß fassen. An der BTU in Cottbus laufen in diesem Jahr auch wieder Roboterwettbewerbe, in Senftenberg ist die Kinderuni der BTU ein leuchtendes Beispiel.
Vielerorts ist die ganze Initiative aber auch nach 12 Jahren noch völlig unbe- kannt. Besonders an den Grundschulen fehlen Mittel, Zeit und Kenntnisse. 80 Mill. € sollen nun ab 2016 zusätzlich in die Bildung in Brandenburg investiert werden. Kann damit dem Grundschullehrerbildungsnotstand im IT Bereich ein Ende gemacht werden? Wie viel der Mittel werden wirklich in diese Richtung fließen. Werden die Bildungsausschüsse die Chancen erkennen? Wir dürfen gespannt sein!

Grafik aus:
ROBERTA Grundlagen Seite 10 , Herausgeber: Fraunhofer IAIS; Sept.2014


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